BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Schlingnatter-Projekt Wuppertal

Schlingnatter_Foto Dr. Rainer Mönig
Schlingnatter_Foto Dr. Rainer Mönig

Seit 1972 wurden, mit rückläufiger Tendenz, Schlingnattern im Wuppertaler Osten gesichtet. In den 1980er Jahren war diese ungiftige Schlangenart fast überall nicht mehr zu finden, außer in einem kleinen Gebiet am Rande des Marscheider Bachtals.

1991 begannen Aktive der BUND-Kreisgruppe Wuppertal unter Leitung von Dr. Rainer Mönig damit, gezielte kleine Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensräume vorzunehmen. Die Stadt Wuppertal kam mit ihren Zivildienstleistenden dazu und auch der Forst und die Netzbetreiber (RWE, jetzt Amprion) wurden ins Boot geholt, denn die lange Zeit letzten bekannten Lebensräume der Schlingnattern befanden sich unter Hochspannungsleitungen, die ohnehin immer wieder von Baumbewuchs freigestellt werden.

Und inzwischen sind mehr als 20 Jahre nach Beginn der ersten "Feuerwehraktionen" wieder mehr Schlingnattern an verschiedenen Orten zu finden. Der ehrenamtliche Naturschutz ist immer noch aktiv und muss es auch bleiben, weil sonst der Wald die geeigneten Lebensräume überwuchert, beschattet und damit für die wärmeliebende Schlangenart unattraktiv macht.

Wenn Sie mitmachen möchten beim Schutz der Schlingnatter, dann schicken Sie uns einfach eine kurze Mail und wir informieren Sie ausführlich.

Wir bewahren Vielfalt

Allein in Deutschland gibt es etwa 70.000 verschiedene Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Diese biologische Vielfalt bildet die Grundlage allen Lebens – auch die unserer Existenz. Und sie ist gefährdet. Die „Roten Listen der bedrohten Arten“ sind zum Gradmesser des Verlustes geworden. Über 7.000 Tierarten gelten in Deutschland als gefährdet oder sind sogar vom Aussterben bedroht.

Wildkatze, Grashüpfer, Biene, Eisvogel, Fotos: BUND, A. Thomet, A. Thomet, BUND


Der BUND setzt sich deshalb schon lange auf verschiedenen Ebenen für die Artenvielfalt ein: mit politischem Druck und rechtlichem Widerstand gegen jede Form der Naturzerstörung und mit dem praktischen Einsatz vieler Freiwilliger, die überall in Deutschland wertvolle Lebensräume erhalten und betreuen.

In Orts- und Kreisgruppen bauen BUND-Aktive Krötenzäune, sie organisieren Schmetterlingszählungen oder pflegen die lokale Orchideenwiese. Vereint in Landesverbänden kämpfen sie für Schutz und Ausweitung wichtiger Rückzugsgebiete heimischer Tiere und Pflanzen. In bundesweiten Projekten schaffen sie zum Beispiel das „Rettungsnetz für die Wildkatze“ – eines der größten Artenschutzprojekte Europas.

Auf unseren Internetseiten erfahren Sie mehr über den Artenschutz beim BUND. Sie finden Informationen, wie Sie selbst aktiv werden können – alleine zu Hause, im Garten oder in der nächsten Gruppe des BUND. Und wir weisen Sie auf die Möglichkeit hin, zu spenden. Denn Artenschutz braucht Geld. Und er ist es wert. Oder mögen Sie sich eine Welt ohne Schmetterlinge, Orchideen, Wildkatzen und Co. vorstellen?

Übrigens: Projekte des BUND, bei denen der Schutz von Flächen und Biotopen – wie Elbe oder Grünes Band – im Vordergrund stehen, finden Sie unter Naturschutz.

Quelle: http://www.bund-kgwuppertal.de/themen_und_projekte/artenschutz/