Vom Kriegsschauplatz zur Naturoase

Der sogenannte Westwall wurde 1938 an der deutschen Grenze zwischen Kleve und Basel errichtet. Nach dem Krieg wurden viele Wehranlagen gesprengt, die übrigen gerieten in Vergessenheit. Heute sind sie für den Naturschutz und den Denkmalschutz von hoher Bedeutung.

Gesprengter Bunker im Wald
Gesprengter Bunker: neuer Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten

BUND-Aktive vor Ort setzen sich dafür ein, dass die Biotopfunktion der Bauwerke, ihre Einbindung in die Kulturlandschaft und der Denkmalcharakter der Anlagen bewahrt werden. Denn die Natur hat die Ruinen zurückerobert. Stollen und Bunker bilden den Ersatz für natürliche Höhlen. So finden hier Wildkatzen Unterschlupf, und Fledermäuse haben hier ihr Winterquartier.

An Erdhügeln und offenen, zerrissenen Betonwänden finden sich viele spezialisierte Pflanzen- und Tierarten, die andernorts von Straßen- und Siedlungsbau oder intensiver Landwirtschaft verdrängt wurden.

Seit den 1960er Jahren wurden Millionen Euro dafür eingesetzt, die Westwall-Anlagen zu beseitigen. In Wahrheit werden die Anlagen lediglich gesprengt und unter Erde „begraben“. Damit gehen die wertvollen Biotopstrukturen verloren. Schon seit vielen Jahren setzt sich der BUND für den Schutz der Bunkeranlagen ein, mit Erfolg: in Rheinland-Pfalz wurde die Zerstörung der Bunker bis auf wenige Ausnahmefälle untersagt.



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Schlagflur und Wald an der Kirchhofstr.
Schlagflur und Wald an der Kirchhofstr.
Intensive Diskussionen in Sonnborn
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Bürgerprotest gegen Bebauung "Im Brackel"
Bürgerprotest gegen Bebauung "Im Brackel"
Ein Teil der TeilnehmerInnen der ZOFF-Exkursion
Ein Teil der TeilnehmerInnen der ZOFF-Exkursion
Auch in Kuchhausen: Schlagflur und Wald
Auch in Kuchhausen: Schlagflur und Wald

Den Anfang unserer Sommer-Exkursionen machen drei Begehungen an Orten, deren Bebauung zur Zeit vorbereitet wird.

Am Freitag, dem 17.07.2015, trafen wir uns mit ca. 15 Personen an der Kirchhofstr. in Wuppertal-Sonnborn, wo eine Fläche von ca. 3 ha bebaut werden soll, nachdem die Kirchengemeinde Sonnborn festgestellt hat, dass die dortige Friedhofserweiterungsfläche nicht mehr benötigt wird.
Vor Ort hat sich eine Bürgerinitiative gegründet, um die Bebauung zu verhindern.

Am Mittwoch, dem 22.07.2015, begleiteten uns rund 50 Personen zum Bebauungsplangebiet "Im Brackel" in Cronenberg-Kuchhausen, wo ebenfalls 3 ha Wald und Brachland akut von Bebauung bedroht sind.
Die AnwohnerInnen haben inzwischen ebenfalls eine Bürgerinitiative gegründet, deren Homepage die wichtigsten Informationen und die Proteste aus der Bevölkerung darstellt.