Was ist los auf dem IKEA-Bauerwartungsland?

Was ist los auf dem IKEA-Bau-Erwartungsland an der Schmiedestr.?

Einerseite gibt es erst in den kommenden Wochen das Offenlegungsverfahren für den Bebauungsplan der Stadt Wuppertal, der das Baurecht für IKEA schaffen soll. Also ein Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger, das vier Wochen andauert, dann bezüglich der Bedenken und Anregungen auszuwerten und mit dem Satzungsbeschluss des Rates abzuschließen ist, was vermutlich einige Wochen dauern wird.

Andererseits werden mit Baggern und Lkw die Haufen von Recycling-Schotter abgefahren, die das Grundstück noch von der Fertighaus-Ausstellung her aufweist. Das riecht nach frühzeitiger Baufeld-Räumung und bietet potentiellen Investoren die Chance, bald mit Baumaßnahmen zu beginnen.

Und das in Zeiten der Kröten- und Molchwanderung zu ihren Laichgewässern.
Deshalb stehen jetzt überall neben den Haufen aus Recycling-Material Fangzäune, um alle zu den Gewässern wandernden Amphibien abzufangen und in "Ersatzgewässer" zu verfrachten. "Alle Gewässer" werden abgefischt, sagt die Stadt, aber wieso können wir rund um den alten Teich keine Fangzäune erkennen? Da gibt es doch auch Amphibien.

Sehr fragwürdig wird die Aktion aber, wenn gleichzeitig Kröten und Molche aus dem Kämpersbusch loswandern (nachts) und die Bagger und Lkw auf dem Bauerwartungsland herumfahren (tags). Bei den derzeit herrschenden Temperaturen nämlich kommen die wechselwarmen Tiere vielleicht abends nicht so weit und müssen schon mal ein Tagesversteck aufsuchen. Und dann fährt ein Bagger darüber hinweg?

Das ist eindeutig ein Verstoß gegen das Tötungsverbot im Naturschutzrecht. Dem wäre aber ganz einfach zu begegnen, wenn die Verantwortlichen für die nächsten Wochen die Fahrzeug-Bewegungen unterbinden würden. Und erst wieder mit der Baufeld-Freimachung beginnen, wenn die Laichwanderung beendet ist.

Die BUND-Kreisgruppe Wuppertal ist in diesem Sinne bei der Stadt vorstellig geworden und hofft auf diese logische Aktion.



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ZOFF-Exkursionen und Bürgerbeteiligung!

Schlagflur und Wald an der Kirchhofstr.
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Intensive Diskussionen in Sonnborn
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Bürgerprotest gegen Bebauung "Im Brackel"
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Ein Teil der TeilnehmerInnen der ZOFF-Exkursion
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Auch in Kuchhausen: Schlagflur und Wald
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Den Anfang unserer Sommer-Exkursionen machen drei Begehungen an Orten, deren Bebauung zur Zeit vorbereitet wird.

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Am Mittwoch, dem 22.07.2015, begleiteten uns rund 50 Personen zum Bebauungsplangebiet "Im Brackel" in Cronenberg-Kuchhausen, wo ebenfalls 3 ha Wald und Brachland akut von Bebauung bedroht sind.
Die AnwohnerInnen haben inzwischen ebenfalls eine Bürgerinitiative gegründet, deren Homepage die wichtigsten Informationen und die Proteste aus der Bevölkerung darstellt.